Alte Hasen in Sachen 

Angst & Panik

Bist du ein "alter (Angst)Hase" in Punkto...

  • vermeidender, unsicherer und ängstlicher Persönlichkeit?

  • generalisierten Ängsten?

  • spezifischen Phobien?

  • inkl. Klaustrophobie, Agoraphobie oder sozialer Phobie?

  • Das ganze gewürzt mit Angst- & Panikattacken?
     

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Erfährst auch du die Symptome dieser Störungsmuster real am eigenen Körper? 

Nun, dann möchte ich dir gerne eine "imaginäre Klientin" von mir vorstellen...

 

Es war einmal ein kleines Mädchen... namens Astrid. Als quirlige Frohnatur, immer mit zwei Beinen in der Luft, hielt sie die Familie oft in Atem. Ihr sonniges Gemüt war zuweilen ansteckend, so wie auch ihr Lachen, das oft durch die elterliche Räume hallte. Bis eines Tages ihre kleine Welt zerbrach. Ängstlich beobachtete sie einen handfesten Streit ihrer Eltern, von dem sie mitten in der Nacht wach wurde. Kurze Zeit später blickte sie fassungslos ihrer Mutter nach, die bepackt mit zwei Koffern fluchtartig das Haus verließ. 

​Ihre Mutter sah sie nach jener Nacht nie wieder. Ihr Vater bot Astrid keinerlei Erklärung, weshalb sie verlassen wurden. Sie solle ihn damit in Ruhe lassen, schob er sie schroff beiseite, er wolle darüber nicht reden und das würde sie sowieso nicht verstehen. Nächte lang weinte Astrid ihr Kopfkissen nass und verging in der Sehnsucht nach ihrer Mutter. Niemand war für sie da, tröstete sie oder erklärte ihr was passiert war. Ihr Vater war so mit sich selbst beschäftigt, dass er weder eine Wahrnehmung für Astrids Schmerz noch eine für ihre Bedürfnisse hatte. 

 

​Eines nachts, nach unzählig geweinten Tränen, beschloss Astrid ihren Schmerz zu vergraben und entschied, ihn NIE WIEDER zu spüren. Sie schloss ALLE Gefühle weg. Den Schlüssel versteckte sie tief in ihrem Herzen. Gefühle? Das war nichts für sie! Ihr Lachen war danach verschwunden. So verging Astrids Kindheit, sie wuchs heran, absolvierte eine gute Ausbildung und bekam eine lukrative Stelle in einem namhaften Unternehmen. Sie verschrieb sich ganz dieser Tätigkeit. Überstunden und volle Schreibtische, die sie auch von den Kollegen leer arbeitete, waren ihr neuer Lebensinhalt. Hierüber bekam sie das, nach was sie sich unbewusst so sehr sehnte. Anerkennung und Zuwendung. 

Die Tage wurden kürzer, die Nächte länger und während ihre Kollegen am Abend nach Hause zu ihren Partnern gingen, saß Astrid oft bis tief in der Nacht einsam an ihrem Schreibtisch. Einen Freund hatte sie nicht, wozu auch? Menschen, die man liebt verlassen einen sowieso irgendwann und solange sie arbeitete, war sie abgelenkt und kam nicht in Versuchung, den Schlüssel aus ihrem Herzen zu kramen.

Plötzlich hielt sie inne. Irrte sie, oder war ihr gerade schwummrig geworden? Da! Schon wieder! Irgendwie war ihr nicht nur schwindlig, sie bekam zudem den Eindruck nicht mehr klar sehen zu können. Ängstlich horchte sie in sich hinein und bemerkte wie ihr Herz immer schneller schlug und zu rasen begann. Sie spürte jeden Herzschlag bis in ihren Schläfen pochen. Während sie verzweifelt nach Luft rang, presste sie beide Hände fest auf ihr Herz, als wenn sie dieses damit stoppen könnte. Haltsuchend klammerte sie sich an ihren Schreibtisch, griff zitternd nach ihrer Frühstückstüte, pustete in sie hinein und versuchte mit dieser ihren Atem zu beruhigen. Doch all das war nicht auszuhalten. Sie sprang auf und lief wie ein getriebenes und zugleich eingesperrtes Tier in ihrem Büro auf und ab.

Wen könnte sie anrufen? Wen um Hilfe bitten? Doch da gab es Niemanden in ihrem Leben, dem sie wirklich vertraute. Immer mehr beschlich sie das Gefühl gleich durchzudrehen. Ihr Gedankenkarusell drehte sich immer schneller und sie war nicht fähig auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen. Panisch kramte sie ihre Sachen zusammen und rannte wie besessen nach Hause. Dort verfiel sie in einen langen Heulkrampf. Verdammt! Sie wollte doch nie mehr leiden! Genau das hatte sie sich geschworen. Enttäuscht und wütend schimpfte sie böse auf sich ein.

  

Immer häufiger wurde sie von diesen krassen körperlichen Symptomen überfallen. Beim Einkaufen, beim Autofahren, im Bus und irgendwann sogar wenn sie zu Fuß unterwegs war. Ihre kleine Wohnung, in der sie seit Jahren alleine lebte, war der einzige Ort an dem sie sich einigermaßen sicher fühlte. Astrid ging immer weniger raus, ihr Auto setzt in der Garage langsam Rost an. Dinge die sie zum Leben brauchte bestellte sie im Internet. Im Büro war sie schon lange als seltsamer Kautz bekannt. Die Ausreden, die sie ihren wenigen Freunden vorlog, um nicht mit ins Kino oder ins Restaurant zu müssen, wurden nach und nach immer dünner und irgendwann hörten auch diese auf, sich bei ihr zu melden. Jeden Morgen starrte sie mit Entsetzen in den neuen Tag. Manchmal wünschte sie sich sogar, nicht mehr aufzuwachen. 

​Bis sie eines Tages die schlimmste Horror-Panikattacke in ihren eigenen, sicher geglaubten, vier Wänden überfiel. Ganze drei Stunden kämpfte sie gegen sie an. Bis sie völlig erschöpft in einen komatösen Schlaf fiel. Am nächsten Tag holte sie sich einen Termin bei ihrem Hausarzt, der ihr eine generalisierte Angststörung mit Panikattacken diagnostizierte. Doch ab hier begann ihr Leidensweg erst richtig. Sie konsultierte weitere Ärzte, Psychologen und auch Psychiater. Sie probierte unterschiedliche Medikamente und trat sogar eine Psychotherapie in einer Klinik an. Zeitweise ging es ihr ein bisschen besser, doch leider war dies nur von kurzer Dauer. So vergingen drei lange Jahre mit unzähligen Angst- und Panikattacken.

 

Eines Abends stolperte Astrid im Internet über das (www)Heldenhasen.training. Sie meldet sich an und siehe da! Die Attacken wurden weniger und traten, wenn überhaupt nur noch in moderater Form auf. Endlich war sie bereit den Schlüssel in ihrem Herzen zu suchen und vertrauensvoll in meine Hände zu legen und dosiert, durch mich begleitet, ihre schlimmsten Gefühle mutig anzuschauen und zu verarbeiten. Sie lernte sich mit ihren Ängsten zu arrangieren und sich in konstruktiver Form mit ihnen auseinanderzusetzen. Vor allem aber forcierte sie das Leben, nach dem sich ihr Herz am meisten sehnte. Inzwischen hat Astrid ihren Traummann gefunden, hat ihren alten, stressigen Job gekündigt, sich selbstständig gemacht und führt ihr eigenes kleines Unternehmen. 

Sie lebt ein freies, selbstbestimmtes Leben ganz nach ihren eigenen Maßstäben.

Und wenn sie nicht gestorben ist, weiß sie heute noch wie der (Helden) Hase läuft :-))